
Eine Broschüre für und mit Christiane Hagemann, Hamburg
24 Seiten
5 Euro
Zu bestellen unter bestellung@vital-eurythmie.de
Der Begriff Eurythmie stammt aus dem Griechischen und heißt wörtlich übersetzt „schöner Rhythmus“. Dabei ist „schön“ weniger äußerlich zu verstehen, als vielmehr im Sinne von „harmonisch“, „im Gleichklang von Innen und Außen“. Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die sich in Sprache und Musik ausdrückt. Sie wird auf der Bühne, in der Pädagogik, im Arbeitsleben (Betriebseurythmie) und in der Medizin (Heileurythmie) ausgeübt. Vital-Eurythmie leitet sich daraus ab: sie verwendet und betont die Grundelemente der Eurythmie, um sie „alltagstauglich“ zu machen. In diesem Sinne kann man Vital-Eurythmie auch als „Eurythmie für jeden Tag“ bezeichnen.
Entwickelt wurde die Eurythmie von dem Wissenschaftler und Philosophen Dr. Rudolf Steiner, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Anthroposophie als Geisteswissenschaft begründet hat. 1912 fragte ihn eine Mutter, ob es Bewegungsübungen auf anthroposophischer Grundlage gäbe, die ihre Tochter beruflich erlernen könne. Steiner erarbeitete daraufhin mit dieser Tochter und anderen Menschen die Grundelemente der Eurythmie, die er bis zu seinem Tod 1925 kontinuierlich ergänzte und erweiterte. Heute wird Eurythmie weltweit praktiziert. Die Grundlage der Eurythmie bilden die Elemente der Sprache und der Musik. An dieser Stelle geht es vor allem um die Sprache, und zwar speziell um einzelne Buschstaben (Laute), Konsonanten und Vokale. Dass sich diese sprachlichen Elemente auf den Organismus und die Körperfunktionen auswirken, ist durchaus kein Hokuspokus. Schon Paracelsus sprach davon, dass jeder Mensch über einen „inwendigen Arzt“ verfügt, dem lebendige und regenerierende Kräfte eigen sind. Mit diesen Lebenskräften, die ständig im Fluss sind und das gesamte Spektrum aller Laute abbilden, arbeitet die Eurythmie.